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Diabetes

Leiden Sie an Diabetes? Natürlich wissen Sie, dass Sie Ihren Zuckerstand, Ihre Augen und Füsse, etc. beobachten müssen. Sind Sie sich bewusst, dass Ihre Zähne ebenfalls überwacht werden müssen?

Ihr Diabetes hat einen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Mundes.
Ihr Mund hat ebenfalls eine Auswirkung auf das Gleichgewicht Ihres Diabetes!

Diabetes

Wieso begünstigt der Diabetes Zahn- und Mundkrankheiten?

Mehrere Veränderungen erscheinen im oralen Bereich, wenn Sie Diabetiker/In sind. Entsprechend höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Beschwerden im Zahn- und Mundbereich auftreten können.

Ihr Mund kann trockener werden

Weniger Speichel wird produziert, welcher ebenfalls eine viskosere Konsistenz haben kann. Der Speichel erfüllt seinen schützenden Auftrag gegen den Zahnbelag nicht mehr genügend. Der Zahnstein kann sich in grösseren Mengen auf die Zähne ablegen. Im Falle einer Ueberzuckerung intensiviert sich die orale Trockenheit.

Ihr Speichel kann zuckerhaltiger werden

Das heisst: Zucker + Zahnbelag = Säure. Die Säure löst die harte Textur Ihrer Zähne auf. Das Risiko einer Kariesbildung erhöht sich. Zucker in grösseren Mengen begünstigt ebenfalls den Befall anderer Mikroorganismen, wie Pilze (Risiko einer oralen Mykose).

Veränderung der Abwehrzellen (Immunität)

Sie werden anfälliger auf Infektionen, wie Zahnfleischentzündungen, Parodontose (Lösung des Zahnfleisches von Ihren Zähnen). Die Parodontose ist die sechste Komplikation des Diabetes. Personen mit Diabetes tendieren zu vermehrtem Verlust des Kollagens, was die Parodontose beschleunigt. Der Diabetes verursacht die Entzündung der Blutgefässe, folglich reduziert dies die Durchblutung der winzigen Kapillaren des Zahnfleisches. Entsprechend schadet dies der Ernährung des Zahnfleisches und verzögert deren Genesung. Die Vernarbung verzögert sich. Dies erklärt, wieso eine Parodontose schneller fortschreitet, wenn Sie an Diabetes leiden, und wieso diese schwieriger ist zu stabilisieren.

Wie beeinflussen die Zahn- und Munderkrankungen den Diabetes?

Zahn- und Mundinfektionen können den Blutzuckerspiegel ins Ungleichgewicht bringen. Dieses seinerseits erhöht das Risiko, die Mundinfektionen zu verschlimmern. Es entsteht ein Teufelskreis!

Unbehandelte Karies und entzündetes Zahnfleisch sind willkommene Angriffsstellen für Bakterien. Diese werden von Ihrem Mund in Ihre Blutbahn eindringen und können somit andere Organe infizieren.

Was kann präventiv getan werden?

Die wichtigste Massnahme ist die stetige Kontrolle Ihres Blutzuckers in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt oder Endokrinologe.
Bei Personen, bei welchen der Diabetes stabil ist, verhält sich das Zahnfleischgewebe fast normal. Bei Personen mit einem Ungleichgewicht des Diabetes ist der Knochenschwund besonders gravierend.

Eine ausgewogene Nahrung und ein effizientes Zähneputzen mindestens 2 Mal pro Tag, idealerweise nach jeder Mahlzeit, sind die unumgängliche Voraussetzung für eine gute Pflege Ihres Mundes, um Ihre Gesundheit zu wahren und Komplikationen zu vermeiden. Meiden sie ebenfalls Zwischenmalzeiten und zusätzlichen Zucker!

Regelmässige Kontrollen sind sehr wichtig, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und diese entsprechend behandeln zu können.
Deshalb sind prophylaktische professionelle Zahnreinigungen und Kontrollen alle 6 Monate, öfters falls nötig (z.B. bei Zahnfleischschwund), unerlässlich.

Vorsichtsmassnahmen beim Zahnarzt

Sollte Ihr Diabetes nicht stabil sein, sind einige Vorsichtsmassnahmen vor einer Zahnbehandlung oder prophylaktischen Zahnreinigung einzuhalten.

Der Zahnarzt wird Ihnen eine Antibio-Prophylaxie Flash, d.h. die Einnahme einer einzigen Antibiotikadosis 1 Stunde vor Ihrem Zahnarzttermin verschreiben. Der Diabetes beeinflusst die Qualität der Vernarbung (Beeinträchtigung der Blutkapillaren). Das Risiko einer Infektion durch Veränderung des Immunsystems wird erhöht. Das vorher eingenommene Antibiotika wird Sie dagegen schützen und eine Bakteriämie (Einschwemmung von Bakterien in den Blutkreislauf) verhindern.